Krankensalbung

Bei der Krankensalbung wird kranken oder alten Menschen der Beistand Gottes zugesagt, der sie von Ängsten befreien und stärken soll. Sie kann auch zum wiederholten Mal empfangen werden bei jeder ernsthaften Erkrankung.

Vorbereitung und Ablauf:

  • Kontakt mit dem Pfarrer aufnehmen und um die Krankensalbung bitten
  • Vorbereitung des Raumes mit Kreuz, Kerze und Weihwasser
  • der Pfarrer betet mit den Angehörigen eine Andacht für den Kranken

Als äußeres Zeichen legt der Priester dem Kranken die Hände auf, salbt Stirn und Hände mit dem gesegnetem Öl und spricht dabei das Salbungsgebet: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei in der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“

Weihe

Durch das Sakrament der Weihe wird – in der katholischen Kirche nur Männern – das geistliche Amt des Diakons, Priesters oder Bischofs übertragen. Damit verbunden ist der Auftrag, den anvertrauten Gläubigen den christlichen Glauben zu vermitteln, mit ihnen den Glauben (in den Sakramenten) zu feiern und sie zum Leben aus dem Glauben anzuspornen. Der Geweihte folgt dabei dem Vorbild und Auftrag Jesu Christi.

Ablauf:

  • Studium der Theologie an der Universität
  • Einführung in die christliche Spiritualität im Priesterseminar
  • Praktische Ausbildung in Seelsorge und Religionsunterricht

Als äußeres Zeichen wird dem Anwärter vom Bischof die Hände aufgelegt, nachdem er das Weihegebet gesprochen hat.

Ehe

Im Sakrament der Ehe stellt ein Paar seine Liebe unter den besonderen Schutz und Segen Gottes. Das Sakrament der Ehe spenden sich die beiden Eheleute gegenseitig. Die Kirche sieht den „Bund fürs Leben“ als Abbild für die Liebe Christi zu seiner Kirche und die Treue Gottes zu den Menschen.

Vorbereitung:

  • Anmeldung beim Heimatpfarrer – Brautprotokoll wird ausgefüllt
  • Besuch eines Brautleutetages oder Kurses zur Ehevorbereitung
  • Besprechung der Gestaltung des Traugottesdienstes mit dem Geistlichen der ihn hält

Äußere Zeichen der Eheschließung sind die gesegneten Ringe, die die Ehepartner einander anstecken und die Brautkerze, die zu diesem Anlass entzündet wird.

Bei der Eheschließung erklären sich die Partner vor dem Ringtausch gegenseitig ihren Ehewillen „vor Gott und vor der Kirche“. Und nach dem Ringtausch wird der Segen über die Brautleute gesprochen. Dieser Brautleutesegen ist das zentrale Gebet des Ehesakraments.

Firmung

In der Firmung wird der Bund mit Gott, der durch die Taufe begründet wurde, durch den Heiligen Geistes bestärkt und die Aufnahme in die Kirche vollendet.

Ablauf:

  • Anmeldung zur Firmvorbereitung
  • Information im Religionsunterricht
  • Treffen in der Gruppe zum Gespräch über den Glauben
  • Kennen lernen der Bedeutung der Zeichen der Firmung

Äußere Zeichen der Firmung sind die Salbung mit Chrisam Öl auf die Stirn, die Handauflegung durch den Bischof und die Firmungsformel: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Eucharistie

Das Sakrament der Eucharistie geht auf das letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern zurück. Brot und Wein werden in der Heiligen Messe durch die Worte der Wandlung zu Leib und Blut Christi.

Durch den Empfang der Kommunion (lt. communio = Sakrament des Altares) wird Christus gegenwärtig unter den Gläubigen. Er stiftet im heiligen Mahl Gemeinschaft und Begegnung mit ihm und untereinander.

Ablauf:

  • persönliche Vorbereitung im Gebet
  • Empfang des „Leibes Christi“ nach zustimmendem „Amen“
  • persönliche Danksagung im Gebet

Eine Sonderform der Eucharistie ist die Krankenkommunion. Sie wird an Gläubige verteilt, die wegen Krankheit oder altersbedingten Beschwerden nicht mehr an einer Heiligen Messe teilnehmen können.

Beichte

In der Beichte wird die Vergebung der Sünden zugesprochen und von Gott geschenkt. Sie soll uns helfen, dass wir immer wieder bewusst über unser Leben und über die Folgen unseres Handelns nachdenken. Wenn wir unsere Fehler erkennen, sie bereuen, uns bessern und versuchen den entstandenen Schaden wieder gut zu machen, dann verzeiht uns Gott und schenkt uns einen Neuanfang. (Darum wird die Beichte auch „Feier der Versöhnung“ genannt.)

Es gibt verschiedene Formen

  • Einzelgespräch im Beichtstuhl
  • Individuelles Beichtgespräch mit dem Geistlichen

Die Lossprechung von den Sünden und Segnung erfolgt duch den Priester mit den Worten: „So spreche ich dich los von deinen Sünden + im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Beichtzeiten siehe Pfarrbrief (unter Gottesdienste) oder nach Vereinbarung mit dem Pfarrer.

Taufe

Die Taufe ist das Sakrament der Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche und in die Pfarrei vor Ort. Sie ist die Grundlage und Voraussetzung für den Empfang der anderen sieben Sakramente und wird meist Kindern gespendet. Es ist aber auch möglich, sich als Jugendlicher oder Erwachsener taufen zu lassen.

Vorbereitung und Ablauf:

  • Anmeldung im Pfarrbüro
    – Kinder: Vorlage der Geburtsurkunde / des Familienstammbuches
    – Erwachsene: Personalausweis und Glaubenskurs
  • Auswahl des Taufpaten (ab 16 Jahre, katholisch getauft und gefirmt, soll eine persönliche Beziehung zum Täufling haben)
  • Persönliches Gespräch von Eltern und Pate mit dem Pfarrer über Ablauf und Bedeutung der Taufe

Als äußeres Zeichen bei der Taufe wird der Kopf des Täuflings vom Priester oder Diakon mit Weihwasser übergossen. Dabei spricht dieser den Täufling mit seinem Namen an und sagt zu ihm: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“